The KroKi Project

Förderverein für Chronisch Kranke Menschen e. V.  Kurz KroKi

 

Unseren Projekten

Tanzen mit Leib und Seele

Projektträger:

 Förderverein für chronisch kranke Menschen Düsseldorf“ mit der Abkürzung „KroKi“, Düsseldorf

Projektpartner*innen:

- LVR-Klinikum Düsseldorf (Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Chefärztin der Abteilung Dr. med. Petra Walger.

- EVK - Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf

Klinik für Kinder und Jugendliche

Chefärztin Prof. Dr. Med. Monika Gappa

- Folkwang Universität der Künste in Essen Werden

Institut für Zeitgenössischen Tanz (IZT)

Leitung Prof. Dr. Stephan Brinkmann

KONZEPT

 

Der Tanz beginnt mit der Haltung. Sie zeigt was, wer und wie wir sind. Andere bilden sich sofort eine Meinung über das, was sie sehen, wie sie uns wahrnehmen. Der Tanz macht die eigene Haltung bewusster. Dies ist ein wichtiges Thema für die Gruppe hospitalisierter Kinder, da sie es gewohnt sind sich zu verstecken, um nicht gezielte Aufmerksamkeit zu erregen oder ihre Persönlichkeit preiszugeben.

Der Körper offenbart den emotionalen Zustand eines Menschen. Das heißt, wenn wir eine traurige Haltung einnehmen, sind wir in einem traurigen Zustand.

Dann bedeutet das auch, dass wir bei der Einnahme einer fröhlichen Haltung glücklicher sind. Deshalb wird den Kindern und Jugendlichen durch gezielte Übungen eine positive und offene Körperhaltung nahegebracht.

 

Entstanden ist das Konzept in einer Kooperation zwischen der Tanzcompagnie (Künstlerischer Leiter: Tarek Assam) des Stadttheaters Gießen (Intendanz Cathérine Miville) und der Abteilung für allgemeine Pädiatrie und Neonatologie des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin der JLU Gießen (gf. Direktor: Prof. K.-P. Zimmer).

Durchgeführt und geleitet durch den Tanzpädagogen, Choreographen und Hochschuldozenten Paolo Fossa, wird das Projekt Kroki in Gießen seit 4 Jahren erfolgreich umgesetzt.

Auf Grundlage der dort erworbenen Erfahrungen entsteht nun ein neues, weiterentwickeltes  Konzept. Dazu gründete Paolo Fossa einen eigenen Verein in Düsseldorf und wird

zusammen mit der Tanzpädagogin und Choreographin Sabine Seume und den Partner-Krankenhäusern LVR-Klinikum Universität Düsseldorf unter der Leitung von Dr. med. Petra Walger und EVK Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. med. Monika Grappa sowie der Folkwang Universität der Künste ein Projekt initiieren, dass die potenziell konflikthaften Ursprünge der chronisch kranken Kinder programmatisch als unharmonisch gedachte Beziehung zwischen Körper und Seele, zwischen Körpererleben und Identitätskonstruktionen ausloten will, um zu deren Lösung beizutragen.

 

Warum gewinnen wir die Universität der Künste Folkwang als Projektpartner hinzu? Nicht alle Studierenden der Tanz-Universitäten werden ausschließlich im professionellen Bereich des Bühnentanzes tätig oder dort nicht für Ihre ganze Karriere verpflichtet sein.

In unserer jetzigen Zeit wird Tanz immer mehr in Bereichen des sozialen Lebens angewendet. Kulturelle Bildung in Schulen und soziokulturelle Aufgaben der Gesellschaft sind ein großes Thema unserer Zeit.

Daher erhalten die Studenten innerhalb unseres Projektes die Möglichkeit, sich mit anderen Realitäten auseinanderzusetzen und weitere Arbeitsgebiete kennen zu lernen. Für die Teilnahme an unserem Projekt erhalten die Studierenden ECTS-Credits im Rahmen des Wahlpflichtmoduls während des dritten und vierten Studienjahrs.

Vor jeder Workshop-Einheit ist eine 90-minütige Einführung für die 8 beteiligen Studierenden vorgesehen. Sie werden durch die Projektleiter Paolo Fossa und Sabine Seume in die Methodik und die besonderen Herausforderungen des Projektes eingeführt.

TRAININGSBESCHREIBUNG

 

Mit Elementen und Techniken aus Improvisation, Körperarbeit und Tanztheater sollen die Kinder und Jugendlichen in einem Prozess ein neues Körperbewusstseins entwickeln, dass die durch die Erkrankung entstandene Trennung des „eigenen Ich“ vom eigenen Körper überwindet.

Wir wollen Strukturen schaffen, in denen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, eine Beziehung zum Raum, zu ihrem eigenen Körper und zu anderen Menschen zu erfahren.

 

Über uns

Vorstand

 
 
 

Paolo Fossa

Vorsitzender

 

Paolo Fossa ist Choreograf, Tänzer und Dozent. Seit den letzten 20 Jahren arbeitet er in ganz Europa und wendet seine Kenntnisse über den Körper in Bewegung auf den Zeitgenössischen Tanz und die Improvisation an. Er unterrichtet u.a. am Theater am Gärtnerplatz in München, Stadttheater Bielefeld, Pforzheim, die Tanzkompagnie Gießen, das Staatstheater Braunschweig, Kassel und Bremen, am FTS, an der Folkwang Universität der Künste Essen, am Tanzhaus NRW in Düsseldorf, bei Fontys in Tilburg und an der DansArt Akademie in Bielefeld. In Zusammenarbeit mit diesen Institutionen realisiert er ebenfalls Choreografien, die sich neben seine zahlreichen selbständigen Produktionen stellen. Einige seiner letzten Werke: Körpererzählung (2019), Stray Dogs (2018), What about you (2016), Der Blonde Eckbert (2016) und Der Tag, an dem der Goldfisch starb (2015). Durch seine ausgesprochenen kommunikativen und organisatorischen Kompetenzen führte er seit 2017 zusammen mit der Tanzcompagnie Gießen, in der ist er schon von 2015 als Ballettmaster für Zeitgenössischer Tanz tätig, ein tanzpädagogisches Projekt in Shenzhen/China durch. Ziel ist die Erarbeitung eines Lehrplans für Zeitgenössischer und Improvisationstechniken an der Shenzhen Arts School einen.Parallel zu seiner Bühnentätigkeit arbeite er mit Privat- und Stadtinstitutionen zusammen und leitet mehrere soziale Projekte mit Jugendlichen.
Seit 2016 leitet er erfolgreich das Projekt KROKI in Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum und dem Theater Gießen. In diesem Rahmen entwickelte er eine Trainingsmethode um Kindern mit psychosomatischen Erkrankungen durch Tanz zu helfen. Dieses Jahr gründet er sein KROKI Vereinigung in Düsseldorf um Chronische kranken Menschen weiter zu helfen. In der letzten Jahr leitet er auch viele Projekte und Workshop mit Mixable Tänzern und Jugendliche.
Paolo Fossas Laufbahn beginnt am „Teatro di Torino“ Danach arbeitet er beim Teatro Nuovo di Torino  und tanz dort das Repertoire von Ek, Forsythe und Kylian. 1999 zieht er nach Deutschland, und arbeitet an verschiedenen Theatern u.a. den Stadttheatern in Heidelberg, Bielefeld, Hagen und dem Staatstheater Bremen und Darmstadt und Kompanie wie DinA13 Kompanie, Curtis &co., Dansk in Utrecht, Sosta Palmizi in Italien und mit vielen Choreografen wie Katrin Hall, Jochen Ulrich, Joe Parker, Nina Kurzeja und anderen. Neben seiner akademischen Ausbildung studiert er Contact Improvisation, Butoh, Body Weather, Kinesiologie und die Feldenkrais Methode. Darüber hinaus übt er einige Kampfsportarten (Judo, Capoeira, Kalaripayattu und Shaolin Kung Fu), Iyengar und Ashtanga Yoga, die er sowohl mit den Choreografien, als auch in den Unterrichten integriert.

 

 

 

 

 

Carl-Lucas Newerla

Stellv. Vorsitzender

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Giada Scuderi

Schatzmeisterin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rene Steinvoort

Schriftführer

René Steinvoort ist niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut in Düsseldorf. Ausgebildet in Verhaltenstherapie und arbeitet mit erwachsenen Menschen mit psychischen Krankheiten und schwierigen Lebenslagen.

 

Mitglieder

 

Tanja Kontny

Tanja Kontny, geboren 1974 in Mülheim an der Ruhr, arbeitete 12 Jahre als Grundschullehrerin. Während dieser Zeit nahm sie regelmäßig Unterricht in zeitgenössischem/modernen Tanz bei verschiedenen Dozenten am Tanzhaus NRW, praktizierte Yoga und beschäftigte sich mit den Bewegungsstudien nach Laban/Bartenieff. 2010 entschied sie sich dazu den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Bewegung und Tanz zu richten. Nach zahlreichen Fortbildungen im Bereich Kindertanz und Tanzimprovisation (u.A. für Menschen mit Parkinson) verließ sie die Schule und begann 2013 ihre 5 jährige berufsbegleitende Ausbildung als Tanzpädagogin für zeitgenössischen Tanz an der Akademie Remscheid unter der Leitung von Dr. Ronit Land. Neben den dort gemachten Erfahrungen in Bezug auf verschiedene Methoden der Körperarbeit legte sie ihren Fokus während der Ausbildung auf den Bereich Choreografie, Improvisation und die interdisziplinäre Vermittlung von Tanz. Seit 2015 unterrichtet Tanja innerhalb des kulturellen Bildungsprogramms „Jekits“ Kinder an Grundschulen und leitet Kinder- und Jugendtanzprojekte deren Konzeptionen andere Kunstsparten einbeziehen.
Beeinflusst durch die Philosophie des life/art process, die prozessorientierte Arbeitsweise des RSVP nach Anna Halprin und die Methode des Tanzpädagogen Carlo Melis Bewegung zu verstehen, widmet sich der Tanzunterricht für Kinder und Jugendliche zum einen der Förderung kreativer Potenziale sowie zum anderen der bewussten Wahrnehmung und Intention von Bewegung.

Sabine Seume

Die Düsseldorfer Choreographin und Tänzerin Sabine Seume steht für vielfältige und facettenreiche Tanzformen. In 30 Jahren Choreografie-Erfahrung und durch die konstruktive Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern anderer Sparten, vorwiegend aus den Bereichen Schauspiel, Gesang, Musik und Malerei, entwickelte sie eigenwillige Ausdrucks- und Darstellungsformen, eine Ästhetik von faszinierender Intensität und Direktheit: „ ...sehr körperlich, nah an allen Sinnen ...“ Gesa Pölert, Rheinische Post, 16.05.03

Nach einer Ausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen in klassischem und modernem Tanz unter Leitung von Pina Bausch und nach mehreren Engagements in der BRD und der Schweiz, ging sie nach Japan, um dort in der Butoh-Companie Ariadone von Carlotta Ikeda zu tanzen. Die intensive Auseinandersetzung mit der Tanzform Butoh, die Faszination an der kraftvollen Hinwendung zu den inneren Welten des Mensch-Seins prägte in hohem Maße die Arbeit der folgenden Jahre von Sabine Seume und veränderte ihre Art zu tanzen und zu gestalten grundlegend. Durch die Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Sparten entwickelt sie einen eigenen Stil, der jedoch weit über klassischen und modernen Tanz oder Butoh hinausgeht.

Seit 1999 widmet sich Sabine Seume auch verstärkt dem Tanztheater für Kinder und Jugendliche. Die Heranführung des jungen Publikums an die künstlerische Ausdrucksform des Tanzes nimmt einen großen Stellenwert in ihrer Arbeit ein. Im Jahr 2009 erhielt die Kinderproduktion „Der Seelenvogel“ den Publikumspreis beim 25. Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW. Teilnehmerin bei FTE, einem internationalen Austausch von Choreografen des Kinder- und Jugendtanztheaters. Der pädagogische Bereich konzentriert sich auf Fortbildungen für Amateure und Profis, die Arbeit mit beeinträchtigten Kindern im Rahmen von „Take Off-Tanzplan Deutschland“ und verschiedenen Lehraufträgen. Projekte an diversen pädagogischen Einrichtungen mit sozial benachteiligten Kindern mit und ohne Flüchtlings Hintergrund.

Carlo Melis

Werner Klüfer

Kanako Minami

Sie wurde 1986 in Kobe, Japan geboren.

schloss ihr Tanzstudium mit dem Bachelor of Movement Science ab am JWCPE – Japan Women's College of Physical Education. Anschließend studierte sie am CNDC – Centre National de Danse Contemporaine und 2 Jahre am SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance.

Seither arbeitet sie als freischaffende Tänzerin in Deutschland und europäischen Nachbarländern, wie Österreich, Polen, Estland, mit den Choreographen/Regie Peter Seller, Willi Dorner, Helene Weinzierl, Britta Lieberknecht, Slava Gepner etc. Außerdem arbeitet sie, besonders den letzten Jahren, viel mit Kindern. Sie präsentiert Aufführungen und gibt Workshops und Unterricht für bis zu 2000 Schülern an über 30 Schulen.

Caroline Skibinsky

 
 

Spende

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BIC:        GENODEM1GLS



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Für den Vorstand:

Paolo Fossa
(Erster Vorsitzender)

 

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